Ausgangslage des Projektes

Körperstrafen und andere Formen von Grenzverletzungen gehören noch immer zum Alltag vieler Kinder. Systematische psychische und physische Gewalt sowie Vernachlässigung verletzt die Integrität von Kindern auf gravierende Weise. Längerfristig kann dies zu kognitiven, emotionalen und sozialen Veränderungen führen, welche die Basis für die Entwicklung von internalisierenden und externalisierenden Verhaltensauffälligkeiten legt.

Gefährdungen von Kindern werden in unterschiedlichen Kontexten sichtbar – auch in der Spielgruppe, den Kindertagesstätten, dem Kindergarten oder in der Schule. Pädagogische Fachkräfte verbringen viel Zeit mit den Kindern und können Veränderungen in der psychischen und physischen Verfassung und auffälliges Verhalten bei Kindern besonders gut beobachten. Sie nehmen daher eine wichtige Funktion ein, wenn es um die Früherkennung von Kindeswohlgefährdungen und die Einleitung von adäquaten Hilfe- und Schutzmassnahmen geht. Der direkte Zugang zu den Kindern und Eltern eröffnet den pädagogischen Fachpersonen jedoch auch die Chance, jenseits des interventiven Schutzauftrages präventiv zu wirken.

Wozu dient das Projekt?

Das Projekt soll mittels farbigen Bildern und kurzen Textbotschaften zur Auseinandersetzung und Diskussion über verschiedene Formen von Gewalt und positiven Alternativen anregen und damit einen Beitrag zu einem entwicklungsförderlichen und gewaltfreien Alltag in Betreuungs- resp. Bildungseinrichtungen und in Familien leisten.

An wen richtet sich das Projekt?

Das Projekt richtet sich an pädagogische Fachpersonen aus Spielgruppen, Kitas, Kindergärten und den ersten beiden Primarklassen, welchen es ein Anliegen ist, mit drei- bis achtjährigen Kindern an der Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen zu arbeiten und deren Eltern für die Grundsätze einer autoritativen und gewaltfreien Erziehung zu sensibilisieren.